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Botschafterin Veronika Drexel vor Roll-Up sprechend mit einem Mikrophon in der Hand
© OeAD/APA-Fotoservice/Juhasz

Europa nahbar machen: Erasmus+ Botschafterin Veronika Drexel im Porträt

Veronika Drexel gehört zu einer der Pionierinnen der EU-Jugendprogramme in Österreich: Nach ihrer Ausbildung war sie zunächst im Erasmus-Büro der Universität Innsbruck tätig. 1997 wechselte sie in die aha Jugendinfo Vorarlberg, wo bis heute aktiv ist. Als Teil des „Pionierteams“ der Jugendinfo Vorarlberg hat sie Ende der 1990er-Jahre daran mitgewirkt, Information und Beratung zu den EU-Jugendprogrammen näher an junge Menschen und Fachkräften der Jugendarbeit zu bringen. In Österreich gibt es seither in jedem Bundesland eine Regionalstelle. Diese informieren und beraten zu Fördermöglichkeiten in den EU-Jugendprogrammen und leisten wichtige Vermittlungsarbeit vor Ort.
3 min read · 03. March 2026

Heuer feiern die EU-Freiwilligendienste ihr 30-jähriges Bestehen. Sie haben diese Freiwilligeneinsätze von Beginn begleitet. 

Ich habe 1997 die ersten Entsendungen von jungen Vorarlberger:innen zu Freiwilligeneinsätzen im Ausland betreut. Zugleich ging es auch darum Organisationen für die Aufnahme junger Freiwilliger aus dem Ausland zu begeistern.

Was hat Sie persönlich und fachlich über all die Jahre besonders geprägt?

Jugendliche dabei zu begleiten, im Austausch mit Gleichaltrigen ihren Horizont zu erweitern und dabei Freundschaften in aller Welt zu knüpfen, ist eine bereichernde Aufgabe. Zudem ist es eine wunderbare Möglichkeit, das eigene Interesse für Sprachen und andere Kulturen beruflich einzusetzen. Gleichzeitig ist es ein schönes Gefühl, durch Programme wie Erasmus+ dazu beizutragen, die EU mit ihren Werten wie Offenheit und Toleranz für alle „nahbarer“ und konkret erlebbar zu machen.

Wieso lohnt sich ein Engagement in den EU-Programmen aus Ihrer Sicht?

Ich habe über die Jahrzehnte viele Förderschienen in den EU-Programmen kennengelernt: Ich durfte Jugendliche und Organisationen bei der Umsetzung von europäischen Mobilitätsprojekten wie Jugendbegegnungen und Demokratieprojekten begleiten. Ich habe Fortbildungen für Fachkräfte unterstützt und selbst Projekte initiiert. Die Arbeit mit Erasmus+ ist äußerst vielfältig und bereichernd: angefangen vom Kennenlernen und Ausprobieren von jugendgerechten Methoden des non-formalen Lernens bei Jugendbegegnungen, über Projektmanagement bei der Organisation von Studienbesuchen bis hin zur Vernetzung mit Jugendorganisationen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Darüber hinaus haben internationale Kontakte und Partnerschaften nicht nur die Weiterentwicklung eigener Jugendinfo-Projekte vorangebracht, sondern sich als bleibende Kooperationen etabliert.

Welche Wirkung hat Erasmus+ aus Ihrer Sicht auf Jugendliche und Organisationen?

Gerade in der heutigen digitalen Zeit sind analoge Begegnungen und der direkte, persönliche Austausch von besonderem Wert. Die EU-Jugendprogramme machen das möglich. Davon profitieren alle Teilnehmenden: Jugendliche, die bei Jugendbegegnungen prägende Erfahrungen sammeln und Freundschaften fürs Leben knüpfen, ebenso wie Jugendarbeiter:innen, die sich durch Job Shadowings, Studienbesuche oder Trainings fachlich weiterentwickeln und ihr europäisches Netzwerk ausbauen.

Besonders nachhaltig wirken sich längerfristige Kooperationsprojekte aus, z.B. im Rahmen einer Erasmus+-Akkreditierung. Sie bringen frische Impulse in die lokale Jugendarbeit und fördern den Aufbau stabiler Partnerschaften mit Organisationen in ganz Europa. Unser „aha Team International“ hat zwischen August 2022 und Juli 2025 gemeinsam mit Organisationen aus der offenen und verbandlichen Jugendarbeit in Vorarlberg 16 Jugendbegegnungen, Job Shadowings und Studienbesuche umgesetzt. Diese kontinuierliche Zusammenarbeit hat frische Impulse in die lokale Jugendarbeit gebracht und stabile europäische Partnerschaften gefördert.

Was möchten Sie als Erasmus+ Botschafterin bewirken?

Im Alltag der Planung und Umsetzung von Projekten kommt das Teilen der bereichernden Erfahrungen aus den verwirklichten Aktivitäten manchmal zu kurz. Genau hier möchte ich in Zukunft verstärkt wirken: Ich möchte meine Erfahrungen und Erlebnisse teilen und damit auch neue Organisationen ansprechen – insbesondere jene, die mit Jugendlichen arbeiten, die bislang noch wenig erreicht wurden. 

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