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Gruppenfoto des Projektteams
© InDiCo Konsortium

Digitale Kompetenzen für alle: Wie das Erasmus+ Projekt InDiCo Teilhabe fördert

Digitale Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe am digitalen Alltag. Das Erasmus+ Projekt InDiCo entwickelt gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten praxisnahe Methoden, Tools und Materialien, um digitale Kompetenzen zu erkennen, weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen.
4 min read · 12. August 2026

Wie würden Sie Ihr Projekt in fünf Sätzen beschreiben?

Digitale Technologien prägen immer stärker unseren Alltag. Mit dem Erasmus+ Projekt InDiCo setzen wir uns dafür ein, dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten an der Digitalisierung teilhaben können. Gemeinsam mit sechs europäischen Partnerorganisationen hat die Chance B untersucht, welche digitalen Grundkompetenzen hierfür wichtig sind und wie sie gefördert werden können. Die entwickelten Tools, Materialien und Methoden unterstützen Fachkräfte dabei, Lernprozesse zu begleiten und Kompetenzen und Lernerfolge sichtbar zu machen. Ergänzt durch Empfehlungen für Politik und Praxis leistet InDiCo einen konkreten Beitrag zu einer inklusiven digitalen Transformation auf nationaler und europäischer Ebene.

Welche konkreten Outputs haben Sie entwickelt (z. B. Tools, Materialien oder Lernprogramme)? Wie werden diese eingesetzt?

Im InDiCo Projekt haben wir zusammen mit Menschen mit Lernschwierigkeiten einen Kompetenzkatalog entwickelt, der aufzeigt, welche digitalen Grundkompetenzen für die Teilhabe wichtig sind und in welchen Bereichen welche Lernziele zu erreichen sind. Die InDiCo Methodik und die Online Plattform wurden speziell für Menschen mit Lernschwierigkeiten konzipiert und unterstützen Lernende und Lernbegleiter:innen dabei, den Standort zu bestimmen, Fortschritte sichtbar zu machen und neue Lernziele zu planen. Der Kompetenzkatalog dient dabei als Landkarte für die Lernreise. Der zugrunde liegende DigComp-Rahmen stellt sicher, dass Lernerfolge verständlich und vergleichbar dokumentiert werden.

Können Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Teil Ihres Projekts beschreiben, bei dem die digitale Transformation aktiv umgesetzt wurde? Was genau wurde unternommen, welche Instrumente oder Ansätze kamen zum Einsatz und was hat sich dadurch verändert?

Ein Teilziel der Digitalen Dekade 2030 ist die Förderung digitaler Kompetenzen aller EU-Bürger:innen. Vor diesem Hintergrund hat das sich InDiCo-Projekt damit auseinander gesetzt, welche digitalen Grundkompetenzen Menschen mit Lernschwierigkeiten benötigen, damit sie selbstbestimmt, sicher und aktiv am digitalen Alltag teilhaben können. Digitale Transformation ist im Projekt auf mehreren Ebenen Thema: sowohl mit dem digitalen Tool, das individuelle Lernwege unterstützt und digitale Kompetenzen sichtbar macht, als auch mit Empfehlungen für Politik und Praxis, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten systematisch in nationale und europäische Digitalisierungsstrategien einbezogen werden können.

Wer profitiert von Ihrem Projekt und was hat sich durch die im Bereich der Digitalisierung umgesetzten Maßnahmen konkret verändert: bei den Teilnehmenden, in den Partnerorganisationen oder darüber hinaus?

Menschen mit Lernschwierigkeiten profitieren vom InDiCo-Ansatz, weil sie damit ihre digitalen Kompetenzen besser einschätzen, weiterentwickeln und sichtbar machen können. Die Pilotierungen haben gezeigt, dass individuelle Lernwege und passgenaue Unterstützung zu konkreten Fortschritten führen, unabhängig vom Ausgangsniveau. Gleichzeitig bietet InDiCo Fachkräften neue Methoden, um Lernfortschritte zu erfassen und Bildungsangebote gezielt anzupassen. Mit Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis trägt das Projekt in den Partnerländern und auf europäischer Ebene zu mehr digitaler Inklusion und zur Stärkung der selbstbestimmten digitalen Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten bei.

Was ist Ihnen aus diesem Projekt besonders in Erinnerung geblieben, und was würden Sie jemandem raten, der überlegt, ein ähnliches Projekt im Bereich des digitalen Wandels zu beantragen?

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns die enge Zusammenarbeit mit Menschen mit Lernschwierigkeiten aus den europäischen Partnerorganisationen. In Fokusgruppen und Pilotierungen haben die Teilnehmenden die Projektergebnisse aktiv mitgestaltet und wertvolles Feedback eingebracht. Ein wichtiger Lernmoment war, digitale Kompetenzen konsequent aus der Perspektive der Zielgruppe zu betrachten. Unser Rat für Projekte zur digitalen Transformation: Beziehen Sie die Zielgruppe von Anfang an ein, fördern Sie Austausch und gemeinsames Lernen und orientieren Sie sich an europäischen Rahmenwerken wie DigComp. So entstehen nachhaltige und anschlussfähige Lösungen für digitale Inklusion.

Mehr Informationen zum Erasmus+ Projekt InDiCo und zu den entwickelten Materialien finden Sie auf der Projektwebsite.

Kontakt:

Mag. Priska Schukoff

priska.schukoff@chanceb.at

+43 664 60409277

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