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Zwei Frauen halten einen Erasmus+ Banner in die Kamera und lachen
© OeAD

Erasmus+ im Kindergarten? Ja, das geht – und wie!

Dass Erasmus+ nicht nur Studierenden oder Lehrkräften offensteht, sondern auch Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen, zeigt das Beispiel von Lena, einer 18-jährigen Elementarpädagogin aus Bayern.
2 min read · 29. April 2026

Lena verbrachte fünf Wochen an einem Kindergartenstandort des Vereins Pädagogische Initiative 2–10 in Wien. Begleitet wurde sie von Gundula Weber, der Leiterin des Standorts, und beide ziehen ein sehr positives Fazit.

Lernen über Grenzen hinweg

Lena kam mit Neugier und Offenheit nach Wien und ging mit einem Rucksack voller Erfahrungen zurück nach Bayern. „Ich habe neue Methoden kennengelernt, durfte selbstständig arbeiten und habe erlebt, wie viel Verantwortung Kinder hier übernehmen dürfen“, erzählt sie im Gespräch. Besonders beeindruckt hat sie, wie stark die Kinder in Wien in den Alltag eingebunden sind, z.B. beim Backen, Turnen oder beim gemeinsamen Feiern von Ostern. Auch fachlich konnte Lena dazulernen: Auf Initiative der Leiterin besuchte sie eine Fortbildung zum Thema Ernährung. „Das war sehr spannend und ich konnte das Gelernte gleich im Kindergartenalltag umsetzen“, sagt sie. Neben den pädagogischen Eindrücken war der Aufenthalt auch persönlich prägend: „Ich bin selbstständiger geworden, habe gelernt, mich in einer neuen Stadt zurechtzufinden, sogar mit den Öffis!“, lacht Lena. Besonders stolz ist sie auf das Bienenprojekt, das sie gemeinsam mit den Kindern umgesetzt hat. Und weil Nachhaltigkeit für sie wichtig ist, reiste sie selbstverständlich mit dem Zug an, ganz im Sinne von Erasmus+ Green Travel.

Ein Gewinn für beide Seiten

Auch für Gundula Weber war der Erasmus-Aufenthalt eine Bereicherung: „Lena war von Anfang an sehr eigenständig, hat Verantwortung übernommen und war eine echte Entlastung für das Team“, erzählt sie. „Sie ist hervorragend ausgebildet, weiß, was sie will, und bringt viele Ideen mit.“ Der Austausch hat auch Gundula selbst inspiriert: „Durch Lenas Feedback habe ich begonnen, meinen Kindergarten mit neuen Augen zu sehen. Ich nehme wahr, was besonders gut läuft und entdecke gleichzeitig blinde Flecken. Das ist eine enorme Bereicherung.“ 

Fazit: Erasmus+ wirkt – auch im Kindergarten

Lenas Aufenthalt zeigt eindrucksvoll, dass Erasmus+ auch im Elementarbereich Türen öffnet, für junge Pädagoginnen und Pädagogen, die über den Tellerrand schauen wollen, und für Einrichtungen, die von frischen Perspektiven profitieren. „Ich würde es sofort wieder machen“, sagt Lena. „Man lernt so viel – über Kinder, über Pädagogik und über sich selbst.“ Und Gundula Weber nickt zustimmend: „Erasmus+ bringt Europa in den Kindergarten – und das ist ein Gewinn für alle.“

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