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Bunte Geburtstagstorte mit Kerzen, hellblauer Hintergrund und runder Sticker mit Aufschrift
© OeAD

30 Jahre EU-Freiwilligendienste: Eine bewegte Geschichte

Für ein paar Monate bis ein Jahr im Ausland leben, sich dort freiwillige engagieren und Gutes tun: Diesen Traum verwirklichen sich jedes Jahr mehr als 10.000 junge Menschen in ganz Europa. Sie helfen zum Beispiel in Kinderbetreuungseinrichtungen, Seniorenzentren, Kulturvereinen und anderen gemeinnützigen Projekten. Die Freiwilligen erwerben dabei wertvolle Kompetenzen für ihre persönliche wie berufliche Entwicklung. Auch für die beteiligten Organisationen bringen die Freiwilligeneinsätze einen deutlichen Mehrwert. Seit nunmehr 30 Jahren gibt es diese EU-geförderten Freiwilligeneinsätze. Auch in Österreich profitieren zahlreiche Einrichtungen und junge Menschen davon.
3 min lesen · 02. Juli 2026

1996 wurde der Europäische Freiwilligendienst ins Leben gerufen. Erstmals erhielten junge Menschen finanzielle Unterstützung, um unabhängig von Ausbildung oder Studium für einige Zeit ins Ausland zu gehen und sich dort in gemeinnützigen Organisationen und Projekten zu engagieren. Was damals als Pilot für 200 Personen startete, hat seither mehr als 260.000 junge Menschen in ganz Europa bewegt. Heute bieten europaweit mehr als 4.500 Organisationen Einsatzmöglichkeiten für junge Freiwillige im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) an.  

Ein Programm mit Mehrwert

„So viel pures Mensch-Sein habe ich noch nie erlebt“, mit diesen Worten beschreibt Magdalena Zaggl aus Vorarlberg ihre Erfahrung als Europäische Freiwillige in Finnland. Seit 2018 werden Freiwilligenprojekte durch das Europäische Solidaritätskorps finanziert. Wert und Nutzen dieser Freiwilligendienste sind unbestritten, sowohl auf persönlicher als auch institutioneller Ebene. Das bestätigt auch das europäische Forschungsnetzwerk RAY: Zu den Kompetenzen, die die Freiwilligen während ihres Einsatzes entwickeln und stärken, gehören neben Sprachkompetenzen vor allem interkulturelle Kompetenzen, Teamarbeit, kritisches Denken, Kreativität und Sozialkompetenz. Auch bürgerschaftliches Engagement sowie der Wunsch, sich weiter gesellschaftlich zu engagieren, wachsen. Mehr als 60 % der beteiligten Organisationen bestätigen den Mehrwert von Freiwilligenprojekten: Neue Ressourcen, neues Wissen und Vernetzung werden gefördert und bringen wertvolle Impulse in den Organisationsalltag. 

Eine Erfolgsgeschichte in Zahlen

In der ersten Programmgeneration der Freiwilligendienste von 1997 bis 2006 wurden europaweit 4.000 junge Freiwillige entsendet. Von 2007 bis 2016 waren es bereits 100.000. Im Jahr 2018 wurde der Europäische Freiwilligendienst Teil des EU-Programms Europäisches Solidaritätskorps. Zwischen 2021 und September 2025 wurden in Österreich insgesamt 199 ESK-Projekte mit einer Gesamtfördersumme von knapp 10,5 Mio. Euro bewilligt. Über 90% der zur Verfügung gestellten EU-Budgetmittel sind für Freiwilligenprojekte vorgesehen und auch in solche geflossen. Bei ca. 75% der Teilnehmenden im ESK handelt es sich um internationale Freiwillige, die entweder von Österreich aus ins Ausland gehen oder aus einem anderen Herkunftsland kommen und einen ESK-Freiwilligeneinsatz in Österreich absolvieren. Über 30% aller ESK-Freiwilligen sind junge Menschen mit geringeren Chancen. 

Resource Centre in Österreich unterstützt Weiterentwicklung

Das im OeAD beheimatete European Solidarity Corps Resource Centre unterstützt die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des Europäischen Solidaritätskorps mit zahlreichen Aktivitäten. Anlässlich des Jubiläums hat das Resource Centre gemeinsam mit verschiedenen Partnern ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und bietet regelmäßig Trainings für interessierte Einrichtungen und Organisationen an.  

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