Digitaler Wandel
Initiativen auf EU-Ebene
Die COVID-19-Pandemie hat die Bedeutung digitaler Bildung für Europas digitale Transformation verdeutlicht. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Automatisierung und lebenslanges Lernen prägen diese Entwicklung. Um Kompetenzen durch Bildung, Ausbildung und lebenslanges Lernen gezielt zu stärken und den digitalen Wandel voranzutreiben, hat die Europäische Kommission 2025 die „Union of Skills“ vorgeschlagen. Im Einklang mit den strategischen Prioritäten des Aktionsplans für digitale Bildung (2021–2027) unterstützt Erasmus+ die Einbindung von Lernenden, pädagogischen Fachkräften, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern, jungen Menschen und Organisationen auf dem Weg zum digitalen Wandel.
Ein leistungsfähiges, digitales Bildungs-Ökosystem
Erasmus+ trägt zur Entwicklung eines leistungsfähigen digitalen Bildungs-Ökosystems bei, indem es Projekte fördert, die Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen beim Einsatz digitaler Technologien unterstützen und den digitalen Wandel begleiten. Das Programm stärkt digitale Kompetenzen auf allen gesellschaftlichen Ebenen – von grundlegenden Fertigkeiten bis zu fortgeschrittenen Fähigkeiten – und richtet sich besonders an benachteiligte Gruppen, um Teilhabe am Alltag und am demokratischen Leben zu sichern.
Europäische Plattform für digitale Bildung
Im Rahmen des Aktionsplans für digitale Bildung wurde der European Digital Education Hub eingerichtet, um die Zusammenarbeit auf EU-Ebene zu stärken, bewährte Verfahren auszutauschen und gemeinsames Wissen zu fördern. Die Plattform vernetzt nationale Behörden, den Privatsektor, Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft, unterstützt die Entwicklung digitaler Bildung und fördert lebenslanges Lernen.
Materialien und Ressourcen
Das SALTO Digital Resource Centre unterstützt die Programmpriorität „Digitaler Wandel“. Es stellt Nationalagenturen und Projektträger/innen Materialien, Tools und Ressourcen bereit, darunter ein Informationspaket zur digitalen Priorität für Begünstigte und potenzielle Antragsteller, Good-Practice-Beispiele, einseitige Infoblätter sowie die monatliche Webinarreihe „SALTO Digital Spotlight“ mit Einblicken zur digitalen Priorität von Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps und das Format „Sparking Digital Transformation“, in dem Expertinnen und Experten ihre Erfahrungen und Geschichten teilen.
Nationale Initiativen in Österreich
In Österreich verfügen rund 63 % der 16- bis 74-Jährigen über grundlegende digitale Kompetenzen (Digital Austria, 2025), neun Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt. Um diesen Anteil bis 2030 auf 80 % zu steigern, hat die Regierung die Digitale Kompetenzoffensive Österreich gestartet, umgesetzt von der im OeAD eingerichteten Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen, die Bildungsaktivitäten zur Stärkung digitaler Fähigkeiten und zur Verringerung von Ungleichheiten organisiert.
Besonders der Umgang mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz ist wichtig: Nur 27 % der Österreicher/innen schätzen ihr KI-Wissen als hoch ein (Statistik Austria, 2024). Deshalb wurde die Strategie Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence Mission Austria 2030) entwickelt, um Chancen der KI zu nutzen und Risiken zu steuern.