Über 100 Pädagoginnen und Pädagogen kamen am 8. und 9. Oktober im ARCOTEL Wimberger in Wien zusammen, um sich über ihre Erasmus+ Projekte auszutauschen und gemeinsam an der Zukunft der europäischen Bildungslandschaft zu arbeiten.
Bereits zum fünften Mal lud der OeAD als nationale Agentur für Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps Lehrkräfte akkreditierter Einrichtungen und Kurzfristiger Projekte zu einem thematischen Vernetzungstreffen ein, um den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern sowie zur Vernetzung der Erasmus+ Gemeinschaft in Österreich beizutragen.
Ursula Panuschka, Leiterin Erasmus+ Schulbildung im OeAD, und Hannah Diernhofer, stellvertretende Leiterin des Europa Büros der Bildungsdirektion Wien, eröffneten die Veranstaltung. In ihren Begrüßungsworten betonten sie den Wert von Erasmus+ für den Abbau von Vorurteilen und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses durch persönliche Begegnungen. Besonderen Dank richteten sie an alle Lehrkräfte, die mit ihrem Engagement und ihren Projekten einen wertvollen Beitrag zu einem offenen und vielfältigen Europa leisten.
Das anschließende Podiumsgespräch wurde von Gabriele Bauer vom OeAD moderiert. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen und Bildungseinrichtungen erörterte sie, wie der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) und Erasmus+ gemeinsam zur Förderung von Chancengleichheit und sozialer Teilhabe beitragen und helfen. Im Gespräch wurde die Bedeutung von Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit und Resilienz hervorgehoben.
Am Nachmittag setzten sich die Teilnehmenden in Gruppen kreativ mit dem Mehrwert von Erasmus+ auseinander. Die vielfältigen Ergebnisse reichten von einem Theaterstück über eine Polonaise bis hin zu einem Song und griffen unter anderem den Abbau von Ängsten und Unsicherheiten auf. Auch die verbindende Kraft von Erasmus+ kam zum Ausdruck mit der Botschaft „Das Herz schlägt überall gleich“.
Im anschließenden World Café tauschten sich die Pädagoginnen und Pädagogen zu praktischen Fragen der Projektabwicklung aus: Wie organisiert man ein Erasmus-Team? Wie findet man passende Partnerinstitutionen? Wie gelingt die interne finanzielle Abwicklung? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des OeAD moderierten die Diskussionen.
Der darauffolgende Marktplatz bot die Gelegenheit, inspirierende, ausgezeichnete Projekte kennenzulernen. Teilnehmende Schulen und Einrichtungen präsentierten ihre Erasmus+ Arbeit – von Volksschulen über berufsbildende Schulen bis hin zu Projekten in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Integration und Diversity. Ein besonderes Highlight bildete der Ausklang des Abends: Bei einem festlichen Galadinner wurden herausragende Erasmus+ Projekte mit dem European Innovative Teaching Award und dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichnet.
Der zweite Tag startete mit einem Impulsvortrag von Nikolai Weber-Attems vom Zentrum Polis zum Thema Demokratiebildung. Anschließend präsentierte Katharina Resch, Hochschulprofessorin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, in ihrem Vortrag Materialien für den Unterricht und die berufliche Weiterbildung.
Im Ressourcenpool konnten die Teilnehmenden verschiedene Unterrichtsmaterialien entdecken, darunter auch den Marktplatz Lernapps – eine Initiative des Bildungsministeriums, die vom OeAD begleitet wird. Khrystyna Kai vom OeAD gab abschließend Impulse zur Digitalen Priorität in Erasmus+ und zeigte auf, welche Möglichkeiten sich daraus für die Schulbildung ergeben.
Zum Abschluss des Vernetzungstreffens dankte Ursula Panuschka allen Anwesenden für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, Europa in die österreichischen Klassenzimmer zu bringen.