Ziel des Projekts war es, Geschlechterstereotype bewusst zu hinterfragen und langfristig eine Kultur der Gleichberechtigung an der Schule zu fördern. Gemeinsam mit Partnereinrichtungen aus mehreren europäischen Ländern arbeiteten Lehrpersonen sowie Schüler:innen daran, neue Perspektiven zu entwickeln und ein inklusives Lernumfeld zu gestalten.
Das Projekt begann mit einer Fortbildung für Lehrer:innen. Dabei beschäftigten sich Lehrkräfte mit den Themen Geschlechtsidentität, Diversität und sexueller Orientierung. Das Ziel war, stereotype Rollenbilder im Unterricht aufzubrechen und so Vielfalt sichtbar zu machen, um ein sicheres und wertschätzendes Umfeld für alle Schüler:innen zu schaffen.
Im Rahmen eines Job Shadowings an einer Grundschule in Berlin konnten wertvolle Einblicke zu den Themen geschlechtssensible Sprache, Umgang mit Geschlechterrollen in der Schule sowie Erfahrungen im kulturell vielfältigen Schulumfeld gewonnen werden. Der direkte Austausch mit Fachkräften der Schulsozialarbeit sowie sexualpädagogischem Personal bot Einblicke in die gelebte Praxis einer Berliner Grundschule und zeigte, wie wichtig Gendergerechtigkeit in der Schule ist.
Ein besonderes Highlight war die Gruppenmobilität der Schüler:innen nach Berlin. Gemeinsam mit ihren Peers aus Frankreich, Spanien und Deutschland arbeiteten sie in kreativen Workshops und setzten sich spielerisch mit dem Thema Geschlechtergleichstellung auseinander. So wurden neue Erfahrungsräume geschaffen und stereotype Grenzen aufgelöst.
Das Projekt der Hans-Christian-Andersen Volksschule zielt darauf ab, langfristige Veränderungen anzustoßen. Durch Workshops, Unterrichtsmaterialien und internationale Zusammenarbeit werden nachhaltige Konzepte entwickelt, um Geschlechtergleichstellung im Schulalltag zu verankern.
Das Erasmus+ Projekt „Beyond Pink and Blue“ zeigt, wie Bildung dazu beitragen kann, gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen und neue Wege zu eröffnen. Die gewonnenen Erfahrungen und Impulse fließen in den Unterricht ein und tragen dazu bei, Schule als einen Ort zu gestalten, an dem alle Schüler:innen unabhängig von Geschlecht ihr Potenzial entfalten können.