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3. Österreichische Jugendforschungstagung 2026

Jugend gestaltet: Entwicklungen, Erwartungen und Realitäten
3 min lesen · 14. Oktober 2026

Unter dem Motto „Jugend gestaltet: Entwicklungen, Erwartungen und Realitäten“ fand vom 16. bis 18. September 2026 die 3. Österreichische Jugendforschungstagung an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten statt. Die Tagung wurde vom Österreichischen Netzwerk Jugendforschung in Kooperation mit dem Department Soziales der USTP veranstaltet. Sie bot Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und brachte aktuelle Forschungsergebnisse, unterschiedliche Ansätze aus der Jugendarbeit und Perspektiven junger Menschen zusammen. 

Die Erasmus+ Nationalagentur des OeAD gestaltete im Rahmen des europäischen Forschungsnetzwerks RAY (Research-based Analysis of European Youth Programmes) zwei Themenräume zu den Schwerpunkten Inklusion und Partizipation in der europäischen Jugendarbeit. Ziel war es, aktuelle Forschungsergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und Perspektiven junger Menschen zusammenzubringen. Außerdem unterstütze der OeAD die Tagung finanziell durch Fördermittel aus dem Programm Erasmus+ Jugend. 

Inklusion: Teilhabe ermöglichen und Barrieren abbauen

Wie kann europäische Jugendarbeit inklusiver gestaltet werden? Im Themenraum „Wie Inklusion in der europäischen Jugendarbeit umgesetzt, erforscht und verbessert wird“ wurden praktische Erfahrungen und aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Markus Rauchenecker (Inklusionskoordinator, Grenzenlos) gab Einblicke in die inklusive internationale Jugendarbeit des Vereins Grenzenlos. Eva Feldmann-Wojtachnia (RAY-Forscherin, Ludwig-Maximilians-Universität München) und Susanne Gadinger (RAY-Forscherin, Universität Innsbruck) präsentierten erste Ergebnisse einer internationalen RAY-Studie. Diese untersucht, welche Hürden junge Menschen und Organisationen von einer Teilnahme an europäischen Jugendprogrammen abhalten und wie diese abgebaut werden können. Moderiert wurde der Themenraum von Alfred Berger (Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften und Professor für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck). 

Partizipation: Jugendbeteiligung stärken und langfristig fördern

Im zweiten Themenraum „Partizipation in der europäischen und lokalen Jugendarbeit“ standen innovative Beteiligungsformate, langfristige Wirkungen europäischer Jugendprojekte und Strategien zur Förderung von Jugendpartizipation im Mittelpunkt. Volkmar Schöberl-Mohr (Fachbereichsleiter Soziale Arbeit, LOGO Jugendmanagement) und Bernd Mehrl (Projektleiter, beteiligung.st) stellten das Erasmus+ Projekt „J.E.P. – Jugend entwickelt Politik“ vor, in dem Jugendliche neue Beteiligungsformate für ihre Gemeinden entwickeln.

Susanne Gadinger (RAY-Forscherin, Universität Innsbruck) präsentierte Ergebnisse einer RAY-Langzeitstudie, die zeigt, dass Lernerfahrungen aus europäischen Jugendprojekten auch Jahre später für die gesellschaftliche Beteiligung junger Menschen bedeutsam bleiben. Christiane Meyers (RAY-Forscherin, Universität Luxemburg) beleuchtete, warum sich manche Jugendliche auf lokaler und europäischer Ebene nicht beteiligen. Durch den Themenraum führte Gerhard Moßhammer (Bereichsleiter Erasmus+ Jugend, Erasmus+ Sport und Europäisches Solidaritätskorps, OeAD).

Beide Themenräume verdeutlichten, wie Forschung und Praxis dazu beitragen können, europäische Jugendarbeit inklusiver zu gestalten und die Beteiligung junger Menschen nachhaltig zu stärken. 

Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam der Jugendforschungstagung für die gelungene Veranstaltung sowie an alle Referentinnen und Referenten und Mitwirkenden für ihre spannenden Einblicke, wertvollen Beiträge und den gemeinsamen Austausch!

Weitere Informationen zur Jugendforschungstagung finden Sie hier.

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